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Welche Menschen sind betroffen? Persönlichkeitseigenschaften und Umstände Coaching und Psychotherapie

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Persönlichkeitseigenschaften und Umstände

Manchmal hilft es Persönlichkeitseigenschaften oder Umstände zu benennen, die häufiger mit Störungen bei der Partnersuche einhergehen. Daraus kann sich ein Handlungskonzept entwickeln. Um dies knapp und mit wenigen Sätzen zu zeigen, sind im Folgenden typische Eigenschaften und Situationen beschrieben und mit beispielhaften Denkansätzen von therapeutischer Seite kommentiert. Auf eine Vollständigkeit wurde zugunsten der Übersicht verzichtet. Es soll hier nur klargestellt werden, dass es immer Handlungsansätze und damit auch, wenn notwendig, Therapieansätze gibt.

Schüchternheit

Es gibt mehrere Ursachen von Schüchternheit, immer jedoch bremst dieses Persönlichkeitsmerkmal erfolgreiche, selbstbestimmte Partnersuche. Viele der Schüchternen sind schon immer so gewesen, haben durch Misserfolgserlebnisse dieses Verhalten verstärkt und dann die Suche nach Selbstbewusstsein aufgegeben. Manche wurden erst durch einschneidende Erlebnisse im zwischenmenschlichen oder sonstigen Bereich zu schüchternen Menschen. Schüchternheit ist meist eine Folge fehlenden Selbstbewusstseins oder mangelnder Autarkie eines Menschen. Dabei hat jeder einen wertvollen Kern, auf den er stolz sein kann. Jeder Mensch kann, wenn er will, diesen Kern ausbauen, oder Neues entwickeln, das ihn stolz auf sich macht. Häufig schläft im Laufe der Entwicklung von Schüchternheit auch die Fähigkeit ein, direkt und kraftvoll zu kommunizieren. Diese Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit ist vielfach nur auf das andere Geschlecht bezogen und somit ein ernsthaftes Hindernis für Paarfindung. Denkblockaden, Wortfindungsstörungen, vegetative Reaktionen, wie Erröten oder Herzjagen, bremsen letztlich auch die Lust darauf, sich mit potenziellen Partnern auseinanderzusetzen. Die Partnersuche schläft ein.
Eine ärztliche oder psychotherapeutische Aufgabe wäre es, dem Schüchternen seine vorhandenen, aber nicht benutzten Ressourcen (= angeborene Fähigkeiten) sehen zu lassen, um ihm die Entscheidung zu Veränderung zu übertragen. Gelingt die Veränderung, dann verliert sich Schüchternheit von alleine.

Depression

Ein fehlender passender Partner kann eine depressive Störung auslösen. Depressionen führen zum Teil auch zu Mehrverbrauch von Alkohol und zu einem Tablettenmissbrauch, sowie zur Einnahme von antidepressiv wirkenden Medikamenten. So findet man unter den Singles, die frustriert einen Partner suchen, öfter behandlungspflichtige Depressionen und Alkoholmissbrauch, obwohl diese Menschen nur einen passenden Partner bräuchten. Diese Ursachenkette ist sogar rückbezüglich: Die Wirkung wird zur Ursache. Ein depressiver Mensch findet sehr viel schwieriger einen Partner, was wiederum den emotionalen Rückzug zu tieferer Depression verstärkt.
Sicher, man muss als Arzt die Depression behandeln und zu einer guten Lebensführung aufrufen, eminent wichtig in vielen derartigen Fällen wäre jedoch auch eine stabile, liebevolle Partnerbeziehung. Was liegt näher, als auch hierbei ärztlich zu beraten, Wege zur Partnerfindung aufzuzeigen. Dieser Zusammenhang, fehlende Nähe, fehlende Bindungen, fehlender Partner, Depression oder Alkoholmissbrauch muss dem Patienten ins Bewusstsein gerufen werden, dann erst kann zielgerichtete Handlung von ihm erwartet werden.

Enttäuschungen

Scheidungen, Trennungen, unerwarteter Irrtum in Eigenschaften eines bisherigen Partners, Nichterfüllung einer Erwartung bezüglich einer Beziehung, das alles sind Enttäuschungen, die die Einstellung eines Menschen ändern können. So könnte die neue Einstellung sein, sich nie mehr enttäuschen zu lassen und zu einem Rückzug in der Partnersuche führen oder dazu führen, sich nach anderen Kriterien um Partner zu kümmern. Häufig, aber nicht immer, bedeuten diese Veränderungen Resignation und Rückzug und man gibt sich mit weniger zufrieden, als man eigentlich bisher wollte. Enttäuschungen sind seelische Verletzungen oder Kränkungen, die den Selbstwert negativ verändern und damit auch das Verhalten den Auslösern gegenüber, manchmal zum Vorteil, öfter aber zum Nachteil.
Seelischen Verletzungen oder Kränkungen einen positiven Sinn für den betroffenen Menschen zu geben, das ist eine kraftvolle Aufgabe des Arztes oder Psychotherapeuten. Die bisherige Sichtweise des Menschen bezüglich des ihm angetanen Unrechts ist ein negativer, schädlicher Aspekt von vielen möglichen Aspekten. Es ist Enttäuschten jedoch schwer möglich eine andere positive Sichtweise selbst zu erarbeiten. Diese neue, nützliche Sichtweise zu entwickeln und den Vorteil im Nachteil zu erfahren, lässt die seelische Verletzung oder Kränkung zu einer dankbar aufgenommenen neuen Chance mutieren.

Verzweiflung

Ist eine Beziehung in die Brüche gegangen, oder ist man in den eigenen Augen schon zu alt geworden für eine neue Beziehung, oder hatte man noch nie eine Beziehung, dann stellt sich oft das Gefühl der Verzweiflung ein. Dieses Gefühl ist ein sehr tiefes, aussichtsloses Erleben der gedachten Zukunft. Man ist sich sicher ohne jede Chance und Zukunft zu sein und guter Rat oder Trost vermögen dieses Gefühl nicht zu verändern. Verzweifelte Menschen geben auf, ziehen sich zurück und geben dem Glück keine Zukunft. Die erste oder eine erneute Partnersuche scheitert daran, dass sie nicht durchgeführt wird, in dem Wissen chancenlos zu sein.
Auch hier kann ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe ansetzen. Die Verzweiflung wird verstanden und dann langsam verbogen, bis der Patient die Chance erkennt, sich gerade deswegen verändern zu dürfen. Für Nichtpsychotherapeuten ist dieser letzte Satz vielleicht unverständlich, aber zahlreiche Erfahrungen bestätigen die Möglichkeit so vorgehen zu können, um aus der Krise eine Chance zu machen. Fast jede Verzweiflung hat ein Ende, wenn der Betroffene anfängt das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Angst

Angst vor Versagen, Angst die Erwartungen nicht erfüllen, Angst wieder daneben zu langen, Angst auf allen Ebenen verhindert erfolgreiche Partnersuche. Angst ist ein so übermächtiges Gefühl, dass Aktivitäten in Richtung Beziehungen vermieden werden. Um Angst zu vermeiden versuchen Menschen alles, um sich nicht mehr in Situationen zu bringen, die ihre Angst auslösen. Das ist ja der Zweck der Übung. Dabei ist Angst ein wundervoll schützendes Gefühl vor echter Gefahr, und das sollte Angst auch bleiben. Vom normalen Mitmenschen jedenfalls dürfte keine Gefahr ausgehen, also ist dieses tief verwurzelte, schützende Gefühl nicht notwendig. Wenn aber einzelne Menschen dieses Gefühl erzeugen, dann sollte man die Freiheit haben, sich gefahrlos zurückzuziehen. Jetzt ist Angst gelöst und hat ihre Aufgabe erfüllt.
Diese besonderen Abläufe klarzumachen und der Angst die Bedeutung zu geben, die sie inne hat, das ist psychotherapeutische Arbeit, die von Ärzten oder Psychotherapeuten durchgeführt werden kann. Es sollten viel mehr Menschen auf diese Möglichkeit vertrauen und sich mit ihren Angstgefühlen ihrem Arzt oder Therapeuten anvertrauen.

Scheinbar realistische Einschätzungen

Menschen neigen dazu, Probleme zu rationalisieren. Ein typisches Beispiel dafür sind Aussagen wie: ich bin zu alt, ich hatte noch nie einen Partner, ich finde nie mehr einen vergleichbaren Partner, ich bin zu gut für die Welt, für mich gibt es niemanden, ich habe mit Partnersuche abgeschlossen. Diese und ähnliche Aussagen hört man oft als Rationalisierung eines tiefer liegenden Problems. Mit der Rationalisierung einer inneren Schwäche wird die eigene Verantwortung zu Veränderung reduziert. Man nimmt äußere Gründe, für die man scheinbar keine Verantwortung trägt, um ein Thema, hier die Partnersuche, abzuschließen. Das wäre auch akzeptabel, wenn dabei nicht häufig Unglück entstehen würde. Wenn ein Mensch wirklich mit einem Thema abgeschlossen hat, dann ist das gut so und soll nicht verändert werden. Meist jedoch sind dies Scheinbegründungen, um sich nicht mehr anstrengen zu müssen. Das eigene Unbewusste weiß jedoch, dass dies nicht die Lösung ist und meldet sich häufig mit seelischer oder körperlicher Krankheit.
Spätestens jetzt sind Ärzte und Psychotherapeuten gefragt die wirklichen Ursachen der Krankheit zu behandeln. Weder Alter, noch Behinderungen, noch ungewöhnliche Vorlieben oder andersartige sexuelle Orientierungen sind wirkliche Gründe, Partnerschaften für immer als unmöglich einzuschätzen. Dies muss den Betroffenen, wenn sie es wollen, auf eine nachvollziehbare Art und Weise nahe gebracht werden können. Man sollte dem Menschen wieder seine eigene Verantwortung für sich zeigen und ihn dazu bringen, dass er sie selbst übernimmt. Und es gelingt! nicht immer, aber oft!

Zusammenfassung: Ich habe sicher nicht alle Gründe für Hemmungen bei der Partnersuche aufgeführt, aber die bisherige Aufzählung soll zeigen, dass es immer irgendwo eine Chance gibt, wenn man Partner will, diese auch zu finden. Aus der engen, eigenen Sichtweise der Problemsituationen kommt man häufig nicht ohne kompetente fachliche Beratung heraus und das ist die Botschaft. Ein Beratungsgespräch, ein Besuch bei dem Arzt, ein Versuch der Annahme fremder Hilfe ist notwendig, um die eigenen Möglichkeiten wieder neu zu bewerten und sich vielleicht doch noch den richtigen Partner zu suchen. Nur wenn du suchst, wirst du finden und du wirst finden, wenn du suchst! Wenn es mit eigenen Mitteln und bestehenden Möglichkeiten nicht klappt, dann sollte man nicht auf kompetente Hilfe verzichten.

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(C) 2013 - Alle Rechte vorbehalten Dr. med. Wolfgang Prändl